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THE EUROPEAN CYCLING PROJECT

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Radwege Bretagne

Karte Radwege BretagneOben: Übersichtskarte Radwege Bretagne. V3 bis V7: Véloroutes; E1 Euroveloroute 1 (Vélodyssée). PM: Voie Verte Ploermel - Messac.  

In der Bretagne gibt es ein dichtes Netz an autofreien Radwegen von über 1000 Kilometern Länge. Die meisten Radwege sind nicht asphaltiert, also gekiest, aber dennoch überwiegend gut befahrbar. Sie führen durch eine verträumte, naturbelassene Landschaft und bieten deshalb durchaus entspannten Radgenuss. Die Radwege wurden oftmals auf ehemaligen Bahntrassen angelegt oder sie verlaufen entlang historischer Schiffahrtskanäle. Im Hinblick auf letztere heißt es aufgepasst. Diese Wege sind oftmals Privatwege der Betreiber der Kanäle. Auch wenn die Routen von den Tourismusbänden gerne massiv vermarktet werden: wer hier radelt, tut es auf eigene Verwantwortung.Wird man  in einen Unfall verwickelt, trägt man immer die Schuld.  

Atlas der Premium-Radwege

Ausführliche Infos zu den Radwegen und Radrouten in der Bretagne (inklusive Kartentipps)  finden Sie in dem Buch:
Atlas der Premium-Radwege I (Band 1)

Musterknabe und Vorzeigeroute der Bretagne ist die 55 Kilometer lange Voie Verte  Questembert- Mauron. Diese ist bestens asphaltiert, autofrei, flach und kindergeeignet, also ein Premium-Weg im engen Sinne.Die Voie Verte wude auf einer ehemaligen Bahntrasse angelegt.  Sie ist Bestandteil der Véloroute 3 (siehe Übersichtskarte oben).

Véloroutes in der Bretagne

Wer sich die Karte oben etwas genauer besieht, der stellt schnell fest, dass sich die Radwege in der Bretagne durch ein übersichtliches Netz an Véloroutes auszeichnen.Véloroute heißt übersetzt Veloroute, also Radroute.  Nur sind die sogenannten Véloroutes Frankreichs noch keinerlei Garantie für Radgenuss, denn sie können auch auf stark befahrenen Straßen verlaufen oder auf holprigen Trampelpfaden mit Mountainbike-Charakter. Die Velorouten der Bretagne bieten jedoch tatsächlich, jedenfalls überwiegend, entspanntes Radfahren. Abstriche muss man jedoch teilweise an der Peripherie der Radrouten machen, also in Küstennähe. Der hohe Ausbaustatus der Véloroute 7 Roscoff-Concarneau endet jeweils deutlich vor der Küste. Wer also Küste mit Küste verbinden will, der muss auf der Landstraße fahren. Zur Ferienzeit kann es auf den Straßen schon mal recht turbulent zugehen. Dafür sind die Routen im Binnenland überwiegend autofrei. 

Am stärksten vermarktet wird aktuell die Euroveloroute 1 (E1), die offiziell (in Frankreich) auch Vélodyssée genannt wird. Diese hat im Norden Anschluss nach Großbritannien, im Süden hingegen  (entlang der Atlantikküste) bis nach Biarritz und an die spanische Grenze. Ausführliche Infos zum Atlantikküsten- Radweg und zur Velodyssée finden Sie unter der Rubrik Atlantik. Die Vélodyssée ist eine wunderschöne Radroute, was jedoch die Etappe durch die Bretagne anbetrifft: Hier ist sie eher nicht erste Wahl. Die E1 nutzt in der Bretagne unter anderem den Kanal-Weg Nantes-Brest. Auch dieser wird stark vermarktet, obgleich er zu weiten Teilen offiziell gar nicht befahren werden darf. Einen Anschluss zur Küste nach Brest stellt der Kanal-Weg nicht her, jedenfalls nicht auf Radwegen, die man offiziell nutzen darf. Wir raten auch dringend davon ab, den Kanalweg zu befahren, um nach Brest zu radeln. Wozu auch? Es gibt in der Bretagne viele weitere, schöne Radrouten, auf denen man in rechtlich einwandfreiem Sinne radeln darf.


Verträumt, naturnah und seitab des Verkehrs verläuft die Véloroute 6. Sie wurde auf einer ehemaligen Bahntrasse angelegt und bringt es auf über hundert Kilometer Länge. Man wünscht sich dem gekiesten Weg zwar einen etwas höheren Ausbaustatus, aber bei der Wartung wurde in den letzten Jahren aufgeholt. Der Radweg ist ein Geheimtipp, aber es kann auch sehr einsam werden. 

Wer nur wenig Zeit mitbringt, aber auf das Radeln in der Bretagne auf keinen Fall verzichten will, der sollte sich die Véloroute 3 unter die Räder klemmen. Die Véloroute 3 ist insgesamt sicherlich eine der schönsten Radrouten der Bretagne. Mehrere Voies Vertes (Grüne Radrouten) werden dabei kombiniert, sodass man überwiegend autofrei auf Tour gehen kann. Nur kurze Etappen muss man auf (meist) schwach befahrenen Landstraßen zurücklegen.