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THE EUROPEAN CYCLING PROJECT

ECP PROJEKTE     ÜBERSICHT

THE EUROPEAN CYCLING PROJECT 

ecp-logoECP steht für The European Cycling Project. ECP ist ein international angelegtes - europäisches - Projekt, daher auch die englische Bezeichnung.  ECP setzt sich ein für die Sicherheit auf Radwegen, für die Förderung des Gesundheitsbewusstseins und moderne Mobilitätskonzepte. Ein Fokus unserer Arbeit liegt auf der Qualitätssicherung von Radrouten.

 

ECP:  Meilensteine und Ziele

Die Idee zum ECP-Projekt

Seit vielen Jahren beschäftigt sich das ECP-Team mit qualitativ besonders hochwertigen  Premium-Radwegen. Diese sind idealer Weise  autofrei, flach und landschaftlich schön. Unser Ausgangspunkt war der Umstand, dass es zwar unzählige Radwege gibt, die von den Tourismusverbänden oder in der Radliteratur auch massiv beworben oder diskutiert werden, aber nur ein Bruchteil dieser Radrouten verfügt tatsächlich über hohe Qualitätsstandards. Die Informationspolitik zu Radwegen ist schon deshalb meistens sehr schlüpfrig oder gar falsch, weil keine objektiven Qualitätsmaßstäbe bezüglich der Radrouten zugrunde gelegt wurden. 

Qualitätsmaßstäbe für Radwege 

Die Frage, ob ein Radweg beispielsweise autofrei, weitgehend autofrei oder wenig mit Verkehr belastet ist, kann man sehr subjektiv beantworten und die Werbeindustrie hat natürlich Anlass, das auch gemäß ihren Interessen zu tun. Noch subjektiver sind Bewertungen wie "schön". Auch die Einstufungen zur Kindertauglichkeit von Radrouten ist oftmals reine Farce.  Solche Subjektivität dient  den Radfahrern nicht. Um dem  Abhilfe zu schaffen, hat  ECP objektive Kriterien für Qualitätsradrouten entwickelt. Ein Ausgangspunkt hierbei war das besonders strenge  Greenway-Konzept. Auch wenn Premium-Radwege nicht zwingend Greenways im engen Sinne sein müssen: Sie sollten der Idee der Greenways doch nahe kommen. 

ECP: Ein  kostspieliges und zeitaufwändiges Projekt

Es ist sehr leicht, einfach nur Radrouten zu präsentieren, wenn diese nicht nach strengen Qualitätskriterien ausgesucht werden. Solche Informationen sind Inflation: man findet sie massig überall.  Es ist hingegen sehr zeitaufwändig, Radrouten zu recherchieren, die strengen Kriterien gerecht werden. Durchschnittlich müssen 20 Radrouten recherchiert werden, um eine einzige Radroute ins Premium-Programm aufnehmen zu können, denn ein Großteil der analysierten Radrouten hält den Kriterien eines Premium-Radwegs nicht stand.

Fazit: Ein solches Projekt ist sehr zeitaufwändig und kostspielig, denn vielfach kann nur eine Recherche vor Ort Aufschluss darüber geben, ob man es mit einem Premium-Radweg zu tun hat.  

Agenda Inter Europa: die Europa-Express-Radrouten

Ein weiteres Projektziel von ECP ist die Entwicklung von  Fernradwegen mit tausenden Kilometern Länge, die durch ganz Europa führen. Auch diese Radrouten werden  strengen Qualitätskriterien gerecht. Im Idealfall haben sie den Charakter von Express- Radwegen: also von Radwegen, auf denen besonders zügiges Vorankommen mit dem Fahrrad möglich ist.  Ein Meilenstein dabei  ist  die Konzeption der  Europa-Express-Radroute . Diese verbindet die Nordsee mit dem Mittelmeer und das auf weitgehend autofreien Radwegen. Wir sind überzeugt, dass es sich hierbei aktuell um die atem- beraubendste und schönste, quasi autofreie Fernradroute Europas mit solcher Streckenlänge handelt. Teile der Radroute werden inzwischen  durch eine neue, vor kurzem eroffnete und offizielle Radroute abgedeckt: der Fernradweg München-Venedig. Trotzdem ist das ECP-Projekt dadurch (wie wir meinen) nicht überflüssig geworden, im Gegenteil: die ECP-Radrouten tragen in besonderem Maße zur Vernetzung offizieller Radrouten bei, die durch ganz Europa führen und sie bieten (auch auf dem Fernradweg München-Venedig) beispielsweise autofreiere Alternativen an.  

Zu der Agenda Inter Europa gehörte, weitere Fernradrouten dieser Art zu entwickeln. Das Ziel war ein umfassendes Streckennetz von Fernradrouten, die sich durch ganz Europa erstrecken. Das Projekt war und ist  freilich auch vom Interesse der Leserinnen und Leser und der Radfahrer abhängig. Derzeit lässt sich eine erste  Zwischenbillanz ziehen, von der nun abhängt, wie es mit dem ECP-Projekt weitergehen wird.  

Die Ressonanz auf das ECP-Radprojekt stufen wir insgesamt als gemischt ein: es gab viele Radfahrer, die uns von ihren positiven Erfahrungen berichtet haben, was uns sehr gefreut und ermutigt hat.  Das usprünglich geplante Streckennetz werden wir vorauassichtlich zwar nicht umsetzen können. Trotzdem haben wir inzwischen ein beachtliches Premium-Radnetz erarbeitet, das wir im Laufe des Jahres 2019 präsentieren möchten. 

Insbesondere möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Radlern bedanken, die das ECP-Projekt mit dem Kauf der ECP-Radbücher bereits maßgeblich  unterstützt haben. 

Sichere Radwege

ECP steht für sichere Radwege. Das Thema Sicherheit auf Radwegen ist jedoch sehr komplex.: übermäßig durch Kettensperren oder Poller gesicherte Radwege sind oft nicht barrierefrei zugänglich und bergen zudem ein Sicherheitsrisiko. ECP arbeitet an Radwege-Konzepten, die wirklich mehr Sicherheit für alle Nutzer dieser Wege bieten. Die völlige Autofreiheit ist wichtig für Familien mit Kindern, aber auch für die Zugänglichkeit als Multifunktionsweg. Im Hinblick auf den Faktor Sicherheit muss man die Autofreiheit jedoch differenziert betrachten.  

Umwelt- und Landschaftsschutz 

ECP steht für ein Umweltkonzept ohne erhobenen Zeigefinger, für einen Umweltschutz, der wirklich Spaß macht: Beispielsweise in Form von Top-Radwegen, auf denen das Rad fahren ein solches Vergnügen ist, dass man wirklich gerne vom Auto auf das Rad umsteigt, auch bei der täglichen Fahrt zur Arbeit.  Für letzteres braucht es neue Mobilitätskonzepte in Ballungsräumen. Ideal sind hierbei Radwege auf historischen Verkehrswegen,  wie etwa Bahntrassen-Radwege. Denn: da die Trasse schon seit Jahrzehnten vorhanden ist, bedeutet der Radwege-Bau keinen weiteren Eingriff in die Landschaft. ECP steht für den Ausbau solcher Wege.

Im Sinne der Mobilität für alle hat ECP auch einen Schwerpunkt auf das Thema E-Bike gelegt, den wir in unserem E-Bike-Portal verfolgen. E-Bikes ermöglichen es beispielsweise auch älteren Menschen, mit dem Fahrrad wirklich mobil zu sein. Das Thema Umweltschutz und Fahrrad setzt jedoch voraus, dass man sich objektiv mit der Problematik auseinandersetzt. Unsere Agenda Umwelt versteht sich deshalb nicht als Parteipolitik, sondern als wissenschaftlicher Umgang mit den physikalischen und geographischen Fakten.   

Gesundheitsbewusstsein fördern

ECP steht dafür, Spaß an der Bewegung zu haben  und am geselligen Miteinander, kurzum: ECP steht für die Förderung des Gesundheitsbewusstseins.  

Wege für alle! 

Miteinander auf Rad-und FreizeitwegenEin  Leitmotiv vom ECP ist: Wege für alle. ECP steht für den  Ausbau von sicheren Rad-und Freizeitwegen,  die von mö- glichst vielen Menschen optimal genutzt werden können: Radfahrer einerseits, aber auch von allen, die auf qualitativ besonders gute Radwege angewiesen sind  wie etwa Familien mit Kindern. Das setzt Verständnis für das Miteinander und Rücksichtnahme auf Freizeitwegen voraus.

Greenways und Premium-Radwege sind idealer Weise Multifunktionswege, also auch Freizeitwege für Inline-Skater, Nordic-Walker, Jogger, Wanderer, Spaziergänger oder Menschen mit Mobilitätsbe- hinderungen. Dieses Come together macht Spaß. Viele Freizeitwege haben sich zu richtigen Fitness-Studios im Freien entwickelt, auf denen es sehr gesellig zugeht ... Ausflugsrestaurants und Biergärten inklusive.  Wir lieben das! Unser - Ihr- Radtourenatlas ist deshalb eine der wenigen Radwebsites in Deutschland, die  Infos für zahlreiche Nutzergruppen bietet, inklusive der Auskunft zur  Barrierefreiheit der Wege

In den USA ist ein solches Rad- und Freizeitwegekonzept seit langer Zeit selbstverständlich. In Europa ist es hingegen bei vielen Menschen konzeptuell leider noch nicht so stark verankert. Menschen, die andere Aktivitäten (als Rad fahren) auf Freizeitwegen ausüben möchten, werden dann gar als unliebsame Konkurrenz empfunden.

Der Umstand, dass wir (ECP) nicht nur einfach Radwege, sondern Multifunktionswege präsentieren, hat uns viel (oftmals auch beleidigend formulierte) Kritik eingebracht, was wir sehr bedauerlich finden. Dazu ist zu sagen, dass das Konzept der Multifunktionswege beim Neubau von Radwegen  auch von den Behörden  (gerade auch auf europäischer Ebene) seit Jahren verfolgt wird. Einer der am besten ausgebauten Fernradwege Deutschlands trägt das sogar in seinem Namen: Flämig-Skate. Die Rad- und Freizeitarena Fläming-Skate lässt sich durchgängig mit Inlinern befahren und sie  ist komplett barrierefrei zugänglich. 

EXPRESS statt Missverständnisse

Es wäre ein enormes (geradezu fatales) Missverständnis zu glauben, Premium-Radwege seien nur eine Auswahl von Radwegen für Radanfänger.  Zwar eignen sich die meisten ECP- Tourentipps auch für Radfahrer, die weniger sportlich motiviert sind. Das ECP-Radprogramm mit Tausenden Kilometern autofreier Premiumradwege ist jedoch perfekt für alle Radfahrer (gleich ob sportlich oder Genussradler).

Im ECP- Radprogramm finden sich auch anspruchsvolle Alpenpässe, aber  keine nervigen, zeitraubenden Kletterpartien auf Bundesstraßen oder auf Lärm- und Abgas-belasteten Verkehrsstraßen durch landschaftlich monotone Regionen, wie das bei vielen inflationären Radtourentipps der Fall ist. Wenn eine Radroute schon steigungsreich ist, dann muss sie auch landschaftlich faszinierend schön sein. Anderenfalls könnte man ganz sicher nicht von einer Premium-Radroute sprechen. 

Trotz toleranter und umsichtiger Fahrweise ist man auf den meisten Premium-Radwegen (insbesondere den Greenways) flotter unterwegs als auf gewöhnlichen Radwegen. Es ist doch ganz klar, dass man beispielsweise auf einem Radweg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse angelegt wurde und der folglich einen einzigartigen Landschaftsschnitt hat, wobei Täler durch Viadukte und Berge durch Tunnels abgekürzt werden, besonders zügig vorankommt, zumal sich hier ein gleichmäßiges Tempo rhythmisch halten lässt. Letzteres ist eine Basis für sportlich orieniertes Radfahren, inbesondere im Leistungs- und Hochleistungssport.  Nicht anders verhält es sich auf Radwegen entlang von historischen Schifffahrtskanälen: das sind echte Radautobahnen, die insbesondere bei Rennradlern sehr beliebt sind. Da man diese Radwege oftmals kilometerweit (bis zum Horizont) einsieht, kann man hier wirklich kräftig Tempo machen. Auf der Etappe von Leutsch nach Ehrwald (siehe Radroute Füssen - Innsbruck) waren wir mit dem Fahrrad beispielsweise sogar schneller als das uns begleitende Auto, das die Bundestraße über Garmisch- Partenkirchen nutzen musste und das, obgleich wir  dabei  hunderte Höhenmeter aufsteigen mussten!