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THE EUROPEAN CYCLING PROJECT

Europa-Express-Radroute Stuttgart-Ulm

Radroute Stuttgart - Ulm

Karte Radroute Stuttgart-Ulm 

© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2017,  Datenquellen

Die Radroute von Stuttgart über Tübingen nach Ulm ist kein offizieller Fernradweg, sondern eine Kombination aus zahlreichen regionalen Radrouten und Fernradwegen, die vom ECP-Team erarbeitet wurde. Die 200 Kilometer lange Tour ist, wie wir meinen, eine der abwechslungsreichsten, schönsten und faszinierendsten Touren, die man in Südwestdeutschland radeln kann. Im Programm sind so attraktive Radwege wie der Lautertal-Radweg (einer der pittoreskesten Radwege in Baden-Württemberg) oder der sogenannte Bundeswanderweg durch das Siebenmühlental, einer der beliebtesten Ausflugswege im Großraum Stuttgart, wenngleich letzterer überregional kaum bekannt geworden ist

Am Startpunkt in Stuttgart: der Königsbau

Foto oben: der Königsbau in Stuttgart

Die Region Stuttgart

Die Radroute führt durch den – nach dem Ruhrgebiet – zweitgrößten Ballungsraum Deutschlands,  die Region Stuttgart: drei Millionen Menschen leben hier. Das besondere an diesem Verdichtungsraum ist  das viele Grün: Felder und Pferdeweiden (der Name Stuttgart rührt von einem Gestüt – Stutengarten – her) sowie weite Wälder( wie etwa der Naturpark Schönbuch) lockern die großstädtisch geprägte Landschaft auf. Das Nebeneinander aus Natur und pulsierenden,  sehr sehenswerten Städten macht die Radroute so einzigartig.

Die Neckarfront in Tübingen 

Kultur und Superlativen

Auf Radtour wartet zweimal UNESCO-Weltkulturerbe, weiterhin das Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt, die – laut Guinnessbuch der Rekorde – schmalste Straße der Welt in Reutlingen, das schiefste Hotel der Welt in Ulm oder die lebendige Universitätsstadt Tübingen mit ihrer  schönen, historischen Altstadt ..außerdem die ehemaligen Reichsstätde Ulm und Reutlingen. 

... einfach attraktiv und spannend

Beim Albaufstieg tun sich atemberaubende Panoramablicke ins Echaztal auf. Im Lautertal gurgelt das gleichnamige, wilde, klare Flüsschen (Badenmöglichkeiten!) am Radweg und unzählige Burgen blicken auf das von Felswänden gesäumte Tal herab.

Viadukt im Siebenmühlental

Foto: ehemaliges Eisenbahnviadukt im Siebenmühlental ... heute Radweg

15 Prozent der Radroute verlaufen auf ehemaligen Bahntrassen, die stillgelegt und in späterer Zeit zu Radwegen ausgebaut wurden. Hierzu zählt die Trasse der ehemaligen END-Straßenbahn (END ist das Kürzel für Esslingen, Nellingen, Denkendorf). Von O-Nellingen bis Neuhausen verläuft die Radroute entweder direkt neben der historischen Trasse der END-Bahn oder auf dieser. Kurz darauf geht es von Sielmingen nach Echterdingen auf der Trasse der ehemaligen Fildernbahn weiter. Von Musberg nach Waldenbuch verläuft der Radweg vollständig auf der Trasse der ehemaligen Siebenmühlentalbahn. Der Radweg führt über mehrere, ehemalige Eisenbahnviadukte und Eisenbahnbrücken hinweg.

Radweg im Lautertal 

Foto oben: unter Burgen im Lautertal

Zugegeben: die Radroute Stuttgart-Ulm ist eine Passroute: dabei wird die Schwäbische Alb von Norden nach Süden durchquert. Für den Passaufstieg wird die Trasse der ehemaligen Echaztalbahn auf rund 12 Kilometer Länge genutzt. Von Reutlingen bis Honau ist der Steigungsverlauf (relativ zur Topographie) moderat, nur auf dem Abschnitt von Honau nach Engstingen gilt es auf rund zwei Kilometern sehr kräftig in die Pedale zu treten (rund zehn Prozent Steigung). Hier schaltete die Echaztalbahn einst einen Zahnradbetrieb zu. Trotz der besagten Steigung zählt auch  dieser Abschnitt zu den schönsten der Radtour, denn es eröffnen sich atemberaubende Panoramablicke ins Echaztal und auf das Schloss Lichtenstein.

Fakten zur Radroute

Länge

200 Kilometer

Fahrbahn

Der größte Teil der Radroute ist asphaltiert. Im Lautertal, im Schönbuch und auf dem Donau-Radweg sind die Radwege teilweise mit einer gut befestigten, wassergebundenen Kiesauflage versehen, die jedoch mit jedem Tourenrad gut zu befahren ist (auch mit Gepäck).

Beschilderung

keine einheitliche, homogene Beschilderung, sondern nur Schilder zu den jeweiligen Radwegen, welche in die Radroute integriert wurden. Die Navigation gelingt dennoch recht mühelos.

Verkehr

Die Radroute ist nahezu (ausgenommen Stadt- und Ortsdurchfahrten) autofrei. Allerdings kommen (insgesamt) kurze Abschnitte auf straßenbegleitenden Radwegen vor. Etappe auf dem Donautal-Radweg: einige kurze Abschnitte auf kaum befahrenen Landstraßen.

Kinder

Die Radroute ist zwar weitgehend autofrei, wegen einigen starken Steigungen (beim Albaufstieg) ist die gesamte Tour für ganz kleine Kinder jedoch eher ungeeignet. Mit sportlichen Kindern (ab acht bis zehn Jahre) ist die Tour machbar.

Kartentipp

ECP-Fahrradkarte Europa-Express-Radroute Stuttgart-Ulm

Mehr Infos zur Karte: siehe Buchtipps